Predigt
Liebe Gemeinde,
am Freitag war der „Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung“.
„Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben,
werden die Menschenrechte verletzt.
Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht.“
Dieser Aufruf stammt von dem französischen Geistlichen Joseph Wresinski. Er begründete damit am 17. Oktober 1987 den Tag in Paris. 1992 wurde er als Welttag von der UNO offiziell anerkannt .
Joseph Wresinski war ein katholischer Priester. Er wurde 1917 in Frankreich als Sohn eines Polen mit deutschem Pass und einer Spanierin geboren.
Wegen der Herkunft des Vaters erfuhr die Familie zwischen den Weltkriegen massive Ausgrenzung. Diese Erfahrung bestimmte seine Lebensaufgabe: Es wurde zu seinem Antrieb, den Ärmsten und Ausgegrenzten der Gesellschaft eine Perspektive in ihrem Leben zu geben.
Auch in der Reformierten Kirche hat die Fürsorge für Menschen am Rande der Gesellschaft einen besonderen Platz. Wir sehen das bei Johannes Calvin. Er war es nämlich, der in der Kirchengemeinde neben dem Amt des Pastors, des Lehrers, der Kirchenältesten, auch das Amt des Diakons schuf. Geprägt hat ihn die Not der Hugenotten, die vor der Verfolgung nach Genf geflohen waren.
Der Grundsatz der Fürsorge für Menschen in schwieriger Lage macht deutlich, warum bei uns der Diakonieausschuss ein unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde ist. Sichtbar umgesetzt wird das beispielsweise durch die Flüchtlingsarbeit mit unserem etablierten und gut besuchten Sprachcafé am Mittwoch oder durch die Ökumenische Essenausgabe in den Wintermonatenin unseren Räumen, die gerade wieder geplant wird.
All das ist tätiger Glaube.
Um Taten als Grundlage eines lebendigen Glaubens geht es auch im heutigem Predigttext aus dem Brief des Jakobus.
Ich lese aus Kapitel 2, die Verse 14 bis 26, in der Übersetzung der Basis-Bibel.
Der Verfasser spricht dabei die Zuhörenden oder Lesenden direkt an und findet klare Worte.
„Meine Brüder und Schwestern!
Was nützt es, wenn jemand behauptet zu glauben,
sich der Glaube aber nicht in Taten zeigt?
Kann ihn dann der Glaube retten?
Stellt euch vor,
ein Bruder oder eine Schwester hat nichts anzuziehen.
Es fehlt ihnen sogar das tägliche Brot.
Nun sagt einer von euch zu ihnen:
»Geht in Frieden,
ihr sollt es warm haben und euch satt essen.«
Ihr gebt ihnen aber nicht,
was sie zum Leben brauchen. –
Was nützt das?
So ist es auch mit dem Glauben:
Wenn er sich nicht in Taten zeigt,
bleibt er für sich allein und ist tot.
Es könnte nun jemand einwenden:
»Du hast den Glauben, und ich habe die Taten.«
Dem würde ich antworten:
Zeig du mir doch deinen Glauben,
der ohne Taten bleibt.
Ich kann dir an meinen Taten zeigen,
was der Glaube bewirkt.
Du glaubst an den einen Gott? Das ist gut so!
Sogar die Dämonen glauben an ihn
und zittern vor Angst.
Du Dummkopf! Verstehst du denn nicht:
Ein Glaube, der sich nicht in Taten zeigt, ist nutzlos!
Ist nicht Abraham, unser Stammvater,
wegen seiner Taten von Gott für gerecht erklärt worden?
Er legte seinen Sohn Isaak auf den Altar,
um ihn als Opfer darzubringen.
Daran siehst du:
Der Glaube und sein Handeln haben zusammengewirkt.
Erst durch das Handeln wurde der Glaube vollkommen.
Damit erfüllte sich, was die Heilige Schrift sagt:
»Abraham glaubte Gott,
und das rechnete ihm Gott als Gerechtigkeit an.«
Und er wurde »Freund Gottes« genannt.
Ihr seht also: Aufgrund seiner Taten
wird der Mensch von Gott für gerecht erklärt.
Der Glaube allein genügt nicht.
War es bei der Prostituierten Rahab nicht genauso?
Aufgrund ihres Handelns wurde sie für gerecht erklärt.
Sie nahm die Kundschafter Israels bei sich auf –
und ließ sie auf einem anderen Weg aus der Stadt hinaus.
Ohne den Geist ist der Körper tot.
Genauso ist auch der Glaube tot,
wenn er sich nicht in Taten zeigt.“
So weit der Predigttext.
Liebe Gemeinde,
Wer steckt hinter dem Verfasser des Jakobusbriefes? Und an wen schreibt er überhaupt?
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten:
Der Jakobusbrief wurde erst sehr spät als letzte Schrift in den Kanon des Neuen Testaments aufgenommen. Es ist unklar, wer sich hinter dem Briefschreiber verbirgt. Einige Wissenschaftler vertreten die These, er sei von Jakobus geschrieben, dem Bruder von Jesus, der in der Jerusalemer Gemeinde hoch angesehen war. Der überwiegende Teil der Kommentare geht davon aus, dass jemand aus dem Schülerkreis des Jakobus den Brief im Nachhinein im Namen des Jakobus geschrieben hat.
Diese Pseudoautorenschaft war in der damaligen Zeit nichts Anrüchiges, sondern unterstrich die Autorität, die Jakobus in der Jerusalemer Urgemeinde hatte.
Die Apostelgeschichte beschreibt Jakobus als bedachten Ratgeber. Paulus bezeichnet ihn im Galaterbrief (Gal 2,9) neben Petrus und Johannes als eine der „drei Säulen“ der Gemeinde.
Unter den Aposteln bestand demnach die Vereinbarung, dass sich Jakobus, Petrus und Johannes gezielt an Menschen jüdischen Glaubens wandten. Der „Aufgabenbereich“ von Paulus und Barnabas war dagegen die Verkündigung an Heidenchristen und Menschen außerhalb des jüdischen Volkes.
Entsprechend richtet sich der Jakobusbrief in seiner Einleitung allgemein an „die zwölf Stämme Israels in der Zerstreuung“.
Dazu muss man wissen, dass in der Antike entlang des östlichen Mittelmeeres an vielen Orten jüdische Diaspora-Gemeinden existierten.
Wie war die Situation überhaupt in der Frühzeit des Christentums?
In den ersten Jahrzehnten nach Tod und Auferstehung von Jesus gab es noch kein Christentum in dem Sinne, wie wir es heute verstehen. Es existierten innerhalb der jüdischen Gemeinschaft ganz verschiedene Ausrichtungen der Glaubenspraxis. Wir kennen sie als als Pharisäer, Sadduzäer, Zeloten oder andere.
Und es gab eben auch jene besondere, zunächst jüdische Gruppe, die in Jesus den Anbruch einer messianischen Zeit sah.
Gerade um diese urchristliche Gruppe herum war alles im Wandel: Je mehr sich der neue Glaube ausbreitete, desto mehr Menschen kamen im Laufe der Zeit hinzu. Diese waren zum großen Teil nicht mehr in der jüdischen Tradition und ihren Geboten aufgewachsen. Es waren Menschen, die ursprünglich die griechischen und römischen Götter verehrten. Sie ließen sich taufen und lasen die biblischen Schriften mit anderen Augen und vor ihrem persönlichen Hintergrund. Entsprechend brachten sie neue Überlegungen ein.
Aus dieser Entwicklung entstanden Kontroversen und Konflikte. Es ging viel um Beschneidung und Gebote und um das Zusammenleben.
So zeugen die Briefe im Neuen Testament insgesamt davon, wie um die verschiedenen Aspekte bei der Ausrichtung des neuen Glaubens gerungen wurde.
Der Jakobusbrief ist ein Grundsatzschreiben, weil es offensichtlich „Verirrungen“ innerhalb der jüdisch-christlichen Gemeinden gab.
Im Abschnitt unseres Predigttextes geht es dem Verfasser konkret darum, dass Glaube und Taten zusammengehören. Und er bringt es seinen Lesern und Zuhörern aus verschiedenen Blickwinkeln nahe.
Seine Kernfrage als Einleitung lautet:
„Was nützt es, wenn jemand behauptet zu glauben,
sich der Glaube aber nicht in Taten zeigt?
Kann ihn dann der Glaube retten?“
Was er dann im ersten Abschnitt ausführt, braucht keine Erklärung: Menschen, denen es gut geht, und die dann Bedürftige ausschließlich mit warmen Worten versorgen, zerstören den Zusammenhalt der Gemeinschaft.
Wir kennen selber solche Situationen, in denen man mit leeren Sprüchen abgespeist wird. Wir haben in unserer Sprache sogar entsprechende Redewendungen.
Sie lassen einen mit einem schalen Gefühl zurück. Da heißt es:
„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ oder schlimmer noch:„Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“…..
Das ist faktisch die Aufkündigung einer Solidargemeinschaft.
In den USA hat gerade eine Bewegung starken Auftrieb. Sie heißt
Liberatismus.
Ihre Grundsätze lauten: Jeder sorgt nur für sich selbst. Wer es nicht auf einen angemessenen Lebensstandard schafft, ist selber Schuld. Jeder bekommt, was er oder sie verdient. Jedes staatliche Eingreifen, sei es bei Arbeitslosengeld, Krankenversicherung oder Altersversorgung wird abgelehnt.
US-Vizepräsident JD Vance ist ein prominenter Vertreter dieser Bewegung, und auch Peter Thiel, der Begründer des Bezahldienstes PayPal.
Eine solche Politikrichtung kennt kein Solidarprinzip. Sie sorgt stattdessen dafür, dass eine Gesellschaft sich polarisiert und in Gewinner und Verlierer zerbricht.
Ähnlich geht eine Gemeinde zugrunde, wenn sie um sich selber kreist und sich hinter Glaubensgrundsätzen versteckt, anstatt sie zu leben.
Der Jakobusbrief fasst es so zusammen: „Ein Glaube ohne Taten schafft keine lebendige Gemeinschaft, sondern bleibt allein und ist tot.“
Im nächsten Abschnitt beleuchtet der Briefverfasser seinen Punkt aus einem anderen Blickwinkel: die Gewichtung von Glaube zu Taten.
Der Bibeltext fragt indirekt: „Was ist wichtiger: Glaube oder Taten?“ Und dann seine Antwort: „Zeig du mir doch deinen Glauben, der ohne Taten bleibt. Ich kann dir an meinen Taten zeigen, was der Glaube bewirkt.«
In meinem Umfeld wissen viele, dass ich in der Kirche ehrenamtlich tätig bin. Ich bekomme dann ungefragt oft Bemerkungen zu hören, wie: „Ich bin nicht mehr in der Kirche, aber ich spende trotzdem für wohltätige Zwecke. Dafür muss ich nicht glauben.“
Da kann ich nur sagen: „Okay, stimmt, um zu spenden, muss ich nicht glauben. Spenden für eine gute Sache sind nie verkehrt.“.
Und trotzdem ist es etwas anderes, ob ich spontan entscheide, mich für eine Sache einzusetzen, oder ob ich das Gleiche aus einer inneren, ganzheitlichen Lebensüberzeugung heraus mache.
Dass Glaube etwas für die Allgemeinheit bewirkt, legt auch das Ergebnis einer Umfrage der EKD aus dem Jahr 2022 zu Gesellschaft und Kirche nahe. Demnach sind fast 50 % der Kirchenmitglieder der beiden großen Konfessionen in irgendeinem gesellschaftlichen Bereich ehrenamtlich tätig. Bei den Konfessionslosen ist es nur ein Drittel.
Nun ist es nicht so, dass Konfessionslose schlechtere oder unsozialere Menschen wären. Es scheint aber so, als gäbe die Tatsache, dass sich jemand aktiv zum Glauben bekennt, einen stärkeren inneren Takt oder einen anderen Maßstab vor, sich auch sonst in der Gesellschaft einzubringen. Tatkräftiger Glaube schafft eine innere, selbstgewählte Verbindlichkeit, auf die unser Gemeinwesen jenseits der Kirche angewiesen ist.
Der Verfasser des Jakobusbriefes sagt es so: „Ich kann dir an meinen Taten zeigen, was der Glaube bewirkt.“
Im nächsten Vers geht es um eine Kernfrage des Glaubens: „Du glaubst an den einen Gott? Gut so!“. Hier wird an das jüdische Glaubensbekenntnis erinnert: „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“ Das kennt jeder, der im jüdischen Glauben aufgewachsen ist. Und im Jakobusbrief heißt es dann weiter, das alleine genüge nicht:
Nämlich: Auch Dämonen können an die Einzigartigkeit Gottes glauben. Das gilt auch für Dämonen unserer Zeit, die die Weltgeschicke bestimmen.
Die Antwort ist unmissverständlich:
„Du Dummkopf! Verstehst du denn nicht: Ein Glaube, der sich nicht in Taten zeigt, ist nutzlos!“.
Deutlich diplomatischer, aber nicht weniger eindrücklich hat die Bischöfin Mariann Edgar Budde im Gottesdienst zur Amtseinführung Donald Trumps an die Barmherzigkeit appelliert….
Ob es da nützt, goldene Bibeln zu verkaufen und sich auserwählt zu fühlen?….
Es ist eindeutig, was der Jakobusbrief dazu sagt:„Ein Glaube, der sich nicht in Taten zeigt, ist tot.“
In einer dritten Wendung werden zwei Personen, Abraham und Rahab, hervorgehoben, deren Bedeutung für die Geschichte des Volkes Israel jüdischen Hörerinnen und Hörern sofort gegenwärtig ist.
Ich fange zunächst bei Rahab an, die uns weniger vertraut ist:
Rahab wird zwar im Predigttext als Prostituierte bezeichnet. Wahrscheinlich aber war sie eine resolute Frau, die entgegen der gesellschaftlichen Norm jener Zeit allein lebte.
Ihren Lebensunterhalt verdiente sie sich mit dem Betreiben einer Herberge in Jericho.
Josua stand zu dieser Zeit mit dem Volk der Israeliten nach dem Tod von Mose am Ufer des Jordans. Das versprochene Land lag vor ihnen am anderen Ufer, war aber von einem anderen Volk bewohnt. Josua schickte heimlich Kundschafter voraus. Sie kamen nach Jericho und machen im Haus von Rahab Pause. Der König von Jericho ahnte die kommende Bedrohung und wollte die Kundschafter gefangen nehmen. Auf seine Nachforschungen hin behauptete Rahab, dass die Fremden die Stadt schon wieder verlassen hätten. In der folgenden Nacht verhalf sie den Kundschaftern zur Flucht, indem sie sie in einem Korb von der Stadtmauer herabließ.
Warum sie das machte, begründete sie mit ihrem Bekenntnis zu dem einen Gott der Israeliten: „der Herr, euer Gott, ist Gott droben im Himmel und hier unten auf der Erde“ (Josua 2,11b).
Es ist dieser Glaube in Verbindung mit ihrer Handlung, die sie für den Verfasser des Jakobusbriefes gerecht machte. Und das, obwohl sie nicht zum Volk der Israeliten gehörte und nicht die Gebote der Tora kannte. Bei der späteren Eroberung und Zerstörung Jerichos wurden sie und ihre Familie deshalb verschont.
Die Bedeutung von Abraham als Stammvater des Volkes der Israeliten ist jedem jüdischen Menschen präsent. Abraham folgte Gottes Auftrag, aus seiner Heimat fortzuziehen in ein neues Land (Gen 12). Gott schloss mit Abraham einen Bund und verkündete ihm, dass er zum Stammvater seines riesigen Volkes werden wird, obwohl er alt und bis dahin kinderlos war. Also eigentlich eine absurde Vorstellung, dass Abraham mit seiner betagten Frau Sarah noch Nachwuchs bekommen würde. Aber in 1. Mose, Kapitel 15, Vers 6, heißt es: „Und [Abram] glaubte dem HERRN, und dieser rechnete ihm das als Gerechtigkeit an.“ In der Folge wurde Sarah in hohem Alter mit Isaak schwanger.
Der Jakobusbrief bringt diese beiden Geschichten auf den gemeinsamen Punkt: „Aufgrund seiner Taten wird der Mensch von Gott für gerecht erklärt. Der Glaube allein genügt nicht.“
Spannend ist an dieser Stelle, dass sich mit diesem Abschnitt der Verfasser des Jakobusbriefes und Paulus begegnen. Auch Paulus greift im Römerbrief (Röm 4,3) genau diesen Vers auf: „Und er [Abram] glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an.“
In den Briefen des Jakobus und des Paulus wird eine ähnliche Meinung zu Glaube und Taten vertreten. Beide Briefschreiber haben aber jeweils eine andere „Zielgruppe“ und setzen ihre Akzente in ihren Schreiben entsprechend anders. Der Jakobusbrief richtet sich an Menschen aufgewachsen in der jüdischen Tradition und nun dem entstehenden Christentum zugewandt. Paulus schreibt an Heidenchristen im hellenistisch geprägten römischen Großreich.
Der Verfasser des Jakobusbriefes sieht, so kann man vermuten, dass Menschen in ihrer neu gefundenen Glaubenspraxis träge werden, indem sie sagen: „Es reicht, dass ich an den einen Gott glaube. Darauf kommt es an. Das macht mich gerecht. Mehr braucht es nicht.“ Für den Briefverfasser werden deshalb gerade die Taten in Verbindung mit dem Glauben wichtig.
Paulus unterstreicht an demselben Vers seinen Schwerpunkt: Es geht nicht nicht darum, dass Christenmenschen den jüdischen Glauben annehmen und alle Gebote der Tora einhalten müssen, wie manche fordern.
Ganz im Gegenteil!
Er hebt es hervor: Es geht um das Bekenntnis zu dem einen Gott und um den Glauben und das Vertrauen auf Jesus. Durch diesen Glauben sind die Heidenchristen in den Bund mit aufgenommen.
Auf dieses Herzstück kommt es an. Das ist der neue Bund, der den Bund mit dem Volk Israel erweitert.
Und es ist der Bund, in dem auch wir stehen.
Sein Mittelpunkt ist das menschliche Handeln, das unmittelbar in Verbindung steht mit der universelle Gerechtigkeit Gottes.
Somit gehören Glaube und Taten untrennbar zusammen.
Das heißt: Nur Glaube oder nur Taten reichen nicht.
Oder wie der Jakobus-Verfasser über Abraham sagt: „Der Glaube und sein Handeln haben zusammengewirkt. Erst durch das Handeln wurde der Glaube vollkommen.“
Was kann das für uns praktisch heißen?
Vielleicht ist es eine große Ermutigung: Wenn es uns gelingt, dass unser Glaube und unser Handeln zusammenpassen, wird der Glaube vollkommen. Dann spiegelt unser Handeln Gottes Gerechtigkeit für diese Welt wider.
Alles das zusammen lässt den Glauben aus der Ecke der Beschaulichkeit heraustreten.
Glaube wird unbequem, denn er fordert von uns im Alltag ein kritisches und entschlossenes Handeln. Und das an jedem Tag von neuem.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. (Phil 4,7)
Amen

